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Berufsprofil Kulturmanager
von Mira-Kristin Muth
Wie wird man Kulturmanager?
Ein abgeschlossenes Studium insbesondere im Bereich Sprach- und Kultur-wissenschaften stellt die optimale Voraussetzung für diesen Beruf dar, zu-sammen mit einer Zusatzqualifikation in Betriebswirtschaftslehre. Wer nur über wenig Wissen im ökonomischen Bereich verfügt, benötigt in der Regel darüber hinaus ein Aufbaustudium im Bereich Kulturmanagement.
Einsatzorte & Aufgaben
Wenn Sie als Absolventin oder Absolvent der Sprach- und Kulturwissen-schaften als Kulturmanager tätig werden möchten, sollten Sie nicht nur eine Leidenschaft für kulturelle Themen haben, sondern Ihnen sollten in jedem Fall auch Managementtätigkeiten liegen.
Die Aufgaben der Kulturmanager sind vielfältig. Ganz allgemein gesprochen haben Kulturmanager die Aufgabe, Kunst und Kultur in der Gesellschaft professionell zu vermitteln und zu managen. Das tun sie in erster Linie bei Theater- und Konzertveranstal-tern, in Opern- und Schauspielhäu-sern, aber auch in Vergnügungs- und Freizeitparks. Zu ihren Aufgaben zählt beispielsweise das Suchen von
Sponsoren für Konzerte oder das Herausarbeiten der „Corporate Identity“, der spezifischen Identität etwa von Stadttheatern. Kulturmanager er-möglichen Künstlerinnen, Künstlern und Institutionen so, mit Verwaltungs- und Managementmethoden ihren kulturellen Auftrag zu verwirklichen, Be-sucherinnen und Besucher anzuziehen oder als Einrichtung ein klares Profil zu bekommen.
Um als Verbindungsglied zwischen Kulturschaffenden und -rezipientinnen und -rezipienten nützlich zu sein, benötigen Kulturmanager einerseits fundierte Kenntnisse in einem Kulturgebiet, andererseits betriebswirtschaft-liches Wissen. Zu den Arbeitsfeldern können sowohl Theater- und Muse-umsmanagement als auch Kulturtourismus und Musikmanagement gehören. Außerdem gut möglich ist die Arbeit in Kulturabteilungen zumeist größerer Unternehmen.
Kulturmanager organisieren kulturelle Ereignisse, Feste, Ausstellungen oder etwa Tage der offenen Tür. Diese Tätigkeiten setzen allesamt voraus, über künstlerische Qualität urteilen zu können. Gleichzeitig müssen die Kosten abgewogen werden, um das sicherlich begrenzte Budget des Festes nicht zu sprengen. Sobald die Entscheidung gefallen ist, welche Künstlerinnen und Künstler teilnehmen werden, gilt es, diesen das Konzept des Events zu vermitteln. Unter anderem kann das Überzeugungsarbeit kosten, denn die Kunstschaffenden sind nicht immer auf Anhieb dazu bereit, sich betriebs-wirtschaftlichen Zwängen anzupassen.
Im finanziellen Bereich gewinnen Kulturmanager Sponsoren, pflegen den einmal entstandenen Kontakt zu ihnen und beantragen Fördermittel aus kommunalen oder überregionalen Haushalten. Kulturmanager sind außerdem an der Öffentlichkeitsarbeit beteiligt. Sie leisten Pressearbeit, konzipieren und vergeben Werbeaufträge, Websites oder CD-ROM-Projekte.
Studienangebote und freie Stellen
Die Webseite www.kulturmanagement.de führt alle Ausbildungsgänge im Bereich des Kulturmanagement auf. Freie Stellen für Kulturmanager ver-öffentlicht gelegentlich die Zeitschrift „arbeitsmarkt Bildung Kultur Sozial-wesen“ des Wissenschaftsladens Bonn. Der Stellen-Informations-Service der Arbeitsagentur (www.arbeitsagentur.de informiert außerdem über Jobangebote. Unter www.kulturmanagement.net findet sich eine kleine Stellenbörse, die jedoch alle Kulturberufe abdeckt.
Eine weitere Möglichkeit der Jobsuche besteht in der direkten Konsultierung von kulturellen Einrichtungen wie Museen, Theatern, Agenturen für Musik- und Kulturmanagement. Auch Behörden mit den Schwerpunkten Kultur, Tourismus oder Stadtmarketing und größere Unternehmen mit eigener Kulturabteilung können direkt über offene Stellen befragt werden.
Der Markt
Interessentinnen und Interessenten sollten sich bewusst sein, dass die Gestaltungs- und Verdienstmöglichkeiten dieses Berufs in der Praxis weniger schillernd aussehen als vielleicht in ihren Vorstellungen. Termindruck und ein Einstiegsgehalt von rund 30.000 Euro sind üblich und enttäuschen mitunter die hohen Erwartungen der einen oder anderen Studienabsolventin bzw. des einen oder anderen -absolventen.
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