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Praktikum – ein zweischneidiges Schwert
von Mira-Kristin Muth
Ohne das Absolvieren von Praktika kommen viele Studierende heute nicht mehr weit. Das wissenschaftliche Studium allein reicht nicht aus, um Karriere zu machen. Ein Einstieg in den Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt ist häufig nur noch mit praktischer Er-fahrung möglich.
Motivierte Praktikantinnen und Praktikanten
Beim Praktikum gelten für Sie als Praktikantin oder Praktikant dieselben Regeln wie für feste Mitarbeitende. Das beginnt bereits bei der Bewerbung: Die Unterlagen sollten sorgfältig zusammengestellt sein, Bewerberin und Bewerber sich vor dem Vorstellungsgespräch gründlich über das Unternehmen informieren.
Jede Firma ist auf der Suche nach motivierten Praktikantinnen und Prak-tikanten. Wenn Sie schon bei der Bewerbung deutlich machen, warum Sie gerade in dieser Firma arbeiten wollen, lässt das auf hohe Einsatzbereit-schaft schließen.
Gezielte Wahl des Praktikums
Ein erfolgreiches Praktikum ist häufig der Fahrschein für Ihren ersten Job, jedoch ist nicht jedes Praktikum sinnvoll. Überlegen Sie sich, welches Be-rufsziel Sie verfolgen, in welche Branchen und Aufgabenbereiche Sie später einmal einsteigen möchten. Denn mit der Wahl der Praktika schränken Sie möglicherweise schon Ihre künftigen Jobmöglichkeiten ein.
Sobald Sie sich für Ihre Branche und Ihr Aufgabengebiet entschieden haben, können Internetbörsen von Hochschulen und privaten Anbietern bei der Suche nach einem konkreten Praktikumsplatz helfen. Die Auskunft von Bekannten und Freunden mit Praktikumserfahrung in Ihrer Wunschfirma ist oftmals aufschlussreicher als die Internetseiten der Unternehmen selbst. Bei technischen Studiengängen können auch die eigenen Professoren wertvolle Tipps zu Unternehmen geben und sogar den ersten Kontakt herstellen.
Keine Scheu!
Während des Praktikums sollten Sie sich nicht scheuen mitzureden. Ob im Meeting oder während der Mittagspause: Zeigen Sie ruhig Interesse und teilen Sie mit, wenn Sie einen interessanten Gedanken haben!
Darüber hinaus gilt: je motivierter Sie an die Arbeit gehen, desto größer
der Nutzen, den sowohl Sie als auch das Unternehmen aus Ihrer Prakti-kanteneit ziehen. Wenn Sie so arbeiten als sei es ein richtiger Job, sind das die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zeit im Unternehmen. Na-türlich ist das nur möglich, wenn die Firma Sie trotz Ihres Praktikantentatus wie einen fest Angestellten einsetzt und in die Projektteams interiert. Hier haben Sie hervorragende Chancen sich zu profilieren.
Als den festen Mitarbeitenden gleichgestellt sollten Sie jedoch auch nicht murren, wenn Ihnen hin und wieder Routinearbeiten übertragen werden. Auch reguläre Beschäftigte müssen sich von Zeit zu Zeit mit Excel-Tabellen abmühen und diese Arbeit zuverlässig und ohne zu klagen erledigen.
Ende des Praktikums
Nehmen Sie aus dem Praktikum ein Zeugnis mit, auf dem Ihr Arbeitgeber Ihre Tätigkeiten aufzählt und Ihre Fähigkeiten sowie Ihr Engagement be-urteilt. So können Sie Ihre guten Leistungen und besonderen Kenntnisse bei späteren Bewerbungen schwarz auf weiß vorlegen.
Und noch einmal: Für das Praktikum gelten dieselben Regeln wie für eine feste Stelle. Wer sich engagiert und frühzeitig Kontakte aufbaut, schafft die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Karrierestart.
Auch nach dem Praktikum im Gespräch bleiben
Wer beim Praktikum durch gute Leistungen aufgefallen ist, bleibt im Ge-dächtnis und hat mit ein bisschen Glück Chancen auf einen Teilzeitjob oder sogar eine Festanstellung. Wie Sie das genau anstellen sollen?
Zuerst sollten Sie Ihrem Betreuenden nach dem Praktikum mitteilen, dass Sie gerne einmal bei dem Unternehmen einsteigen wollen. Niemand kann ahnen, wie gut Ihnen die Arbeit gefallen hat. Bleiben Sie mit Kolleginnen, Kollegen und Vorgesetzten locker in Verbindung. Ab und zu können Sie nachfragen, was es in der Abteilung Neues gibt oder auch eine Glück-wunsch-E-Mail zum Geburtstag verschicken. Mit solchen Kleinigkeiten halten Sie sich im Gespräch und erfahren schnell von frei werdenden Stellen.
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